Gesundheitsprobleme bei Hunden: Worauf sollte man bei der Wahl eines Hundes achten?
Wenn du einen Hund kaufen möchtest, kommt einiges auf dich zu. Du möchtest ein Tier, das zu dir passt und an dem du lange Freude hast. Entscheidest du dich für einen Welpen oder einen erwachsenen Hund? Wählst du einen Hund aus dem Tierheim? Oder lieber einen Rassewelpen von einem renommierten und zuverlässigen Züchter? Bei all diesen Entscheidungen spielt auch die Gesundheit deines zukünftigen Haustieres eine wichtige Rolle. Worauf solltest du achten?
Andere
Wohlfahrt
17 Februar '26 • 2 Min Lesezeit
Viele Gesundheitsprobleme bei Hunden hängen mit der Rasse zusammen. Bestimmte Rassen haben deutlich mehr gesundheitliche Probleme als andere. Deshalb ist die Wahl der richtigen Rasse und des richtigen Züchters wichtig.
Rasse des Hundes
Wenn du dich für einen Rassehund entscheidest, ist es wichtig, gesundheitliche Probleme zu berücksichtigen, die bei dieser spezifischen Rasse häufig vorkommen. Teilweise können entsprechende Tests bereits vor dem Kauf durchgeführt werden. Informiere dich daher gut! Beispiele für spezifische Gesundheitsprobleme bei Rassehunden sind:
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Große Rassen wie zum Beispiel Deutscher Schäferhund, Labrador oder Berner Sennenhund: Hüftdysplasie, Ellbogendysplasie und Magendrehung.
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Kleine Rassen wie zum Beispiel Chihuahua oder Dackel: Patellaluxation (Kniescheibenprobleme), Zahnprobleme und Rückenprobleme.
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Rassen mit kurzer Schnauze wie zum Beispiel Mops oder Französische Bulldogge: Atemprobleme (BOAS), Überhitzung und Augenprobleme.
Manche Rassen haben so viele erblich bedingte Gesundheitsprobleme, dass man sich fragen sollte, ob man ein solches Tier anschaffen möchte. Sieh dir beispielsweise die Website von Dier en Recht an, um eine Übersicht über rassetypische Erkrankungen zu erhalten.
Alter des Hundes
Vom jungen bis zum alten Hund – dein Hund wird hin und wieder zum Tierarzt müssen. Bei Welpen denkt man selbstverständlich an alle notwendigen Impfungen, doch Welpen können auch Parasiten wie Würmer und Flöhe in sich tragen. Außerdem können erblich bedingte Erkrankungen wie Herzfehler auftreten, die bei manchen Rassen häufiger vorkommen als bei anderen.
Wenn du einen erwachsenen Hund aufnimmst, kann es sein, dass das Tier im Laufe seines Lebens bereits gesundheitliche Probleme oder Krankheiten entwickelt hat. Natürlich ist es wichtig, dass auch erwachsene Hunde korrekt geimpft sind, insbesondere wenn sie aus dem Ausland kommen. In diesem Fall solltest du auch auf Krankheiten achten, die bei uns kaum oder gar nicht vorkommen. Erwachsene Hunde können zudem übergewichtig sein oder bereits (beginnende) Gelenkprobleme sowie Zahnfleischerkrankungen haben. Ein Gesundheitscheck ist daher sinnvoll. Wenn du einen Hund aus dem Tierheim holst, erhältst du in der Regel Informationen über seinen Gesundheitszustand. Kaufst du den Hund anderswo, solltest du unbedingt seine Krankengeschichte kennen.
Wenn du einem älteren Hund ein liebevolles Zuhause geben möchtest, ist das natürlich wunderbar. Bedenke jedoch, dass ein älterer Hund möglicherweise an Arthrose, Nierenproblemen oder sogar Krebs leiden kann. Das hat Auswirkungen auf seine Lebenserwartung, aber auch auf die Kosten, die du als Besitzer tragen wirst. Sei dir dessen von Anfang an bewusst. Außerdem kann es sein, dass dein älterer Hund bereits unter geistigem Abbau leidet. Das kann eine Herausforderung sein.
Kontrollen vorab
Bevor du deinen neuen Hund mit nach Hause nimmst, solltest du einige Dinge überprüfen.
- Impfstatus: Stelle sicher, dass der Hund alle notwendigen Impfungen erhalten hat.
- Parasiten: Kontrolliere auf Flöhe, Zecken und Würmer und lasse den Hund gegebenenfalls behandeln, bevor er mit nach Hause kommt. So verhinderst du, dass andere Haustiere oder die Umgebung (Sofa, Teppich, Hundebett) angesteckt werden.
- Verhalten und Erscheinungsbild: Achte auf Anzeichen von Schmerzen, Teilnahmslosigkeit oder auffälligem Verhalten.
- Gentests: Bei manchen Rassen ist es sinnvoll, nach DNA-Tests für erblich bedingte Erkrankungen zu fragen.
- Versicherung: Ist der Hund versicherbar? Nicht alle Hunde können gegen Krankheitskosten versichert werden. Informiere dich gut, worauf du dich einlässt!